Sorge für dich selbst, so wie du andere umsorgst. Bleib in deiner Kraft.


Selbstfürsorge im Rahmen der Seniorenbetreuung

 

Tag für Tag kümmern Sie sich liebevoll.

 

Sie sind da, wenn es um tägliche Bedürfnisse geht wie Essen oder der Toilettengang, Schlafen, Aufstehen, Anziehen, . . . 

 

Sie sind da, wenn die Medikamente gestellt, besorgt, eingenommen werden müssen.

 

Sie sind da, wenn der Rettungswagen gerufen werden muss, die Zeit im Krankenhaus gestaltet werden will.

 

Sie sind da, wenn die Vergesslichkeit zunimmt, sich die Persönlichkeit verändert. Und auch, wenn Sie nicht mehr wissen, wie Sie das alles stemmen sollen.

 

Sind Sie für sich selbst auch da?

 

Niemals würden Sie wollen, dass die Rettungskräfte, die ambulanten Pfleger*innen, die Physiotherapeut*innen sich bei der Versorgung der hochbetagten Menschen verletzen, den Rücken ruinieren oder ähnliches.

Aber Sie tun das? Nur, dass es nicht unbedingt der Rücken ist, der verletzt ist.

 

Sie wollen niemanden im Stich lassen, irgendjemand muss sich ja kümmern! Und das ehrt Sie sehr!!! 

Aber dennoch suchen Sie einen Weg, mit dieser immensen Belastung besser umgehen zu können. 

Sich vor Überlastung schützen, um nicht auszubrennen.


Wie soll das gehen, mit einem hochbetagten und hoch bedürftigem Menschen, der versorgt sein muss?

Dürfen Sie in diesem Spagat zwischen Pflichtbewusstsein und Selbstfürsorge überhaupt eigene Bedürfnisse wichtig nehmen?

 

Durchhalten, aushalten, nur noch ein bisschen . . . 

 

 

Ist es nicht klüger, jetzt bewusst Änderungen herbei zu führen,  . . .

 

 

 

. . . damit Sie ihren Angehörige*n während des letzten Abschnitts kraft- und liebevoll begleiten können? Reicht Ihre Kraft, um diesen Weg mit Hilfe Ihrer bisherigen Strategien zu bewältigen?

 

 

 

 

Neue Strategien können sein:

  • Wissen erweitern.
    Lernen Sie, die Erkrankungen und Verhaltensweisen besser zu verstehen und einzuordnen.
  • Pflegecoaching.
    Wie können Sie  Pflege und Betreuung gestalten?
  • Neue Kraft schöpfen.
    Auszeit nehmen, mentale und andere Entspannungstechniken erlernen und anwenden.
  • Eigene Position bestimmen.
    Wie sieht Ihre Rolle in diesem Prozess aus? Welche eigenen Bedürfnisse haben Sie und können Sie erfüllen? Welche Veränderungen wünschen Sie sich und wie können sie erreicht werden?
  • Emotionsmanagement.
    Gefühle spielen oftmals eine große Rolle. Auch Gefühle wie Wut oder Trauer müssen Ausdruck finden dürfen und verortet werden.